INTERESSANTES
…ein Falz?
Einen “Falz” nennt man in der Buchbinderei eine mit Hilfe eines Werkzeuges (Falzbein) oder einer Falzmaschine erzeugte Knickkante.
Wird der Bogen mehrfach im rechten Winkel gefalzt, ist dies ein “Kreuzfalz” (a); verlaufen alle Falze parallel, nennt man dies “Parallelfalz” (b-e). Beim Parallelfalz unterscheidet man weiter zwischen:
Wickelfalz (b)
Beim Wickelfalz werden mindestens zwei gleich breite Teile des Falzbogens ohne Richtungswechsel um ein Bogenteil gefalzt, so dass eine Wicklung entsteht.
Altarfalz (c)
Der Altarfalz, auch Fensterfalz genannt, ist eine Form des Parallelfalzes für 6- bzw. 8-seitige Layouts, bei der die äußeren Seiten ohne Überlappung nach innen gefalzt werden. Damit erinnert der Falz an die dreiteiligen Flügelaltare (Tryptichon) in Kirchen. Der 8-seitige Altarfalz entsteht durch einen zusätzlichen Bruch in der Bogenmitte.
Leporellofalz / Zickzack-Falz (d)
Beim Leporello- oder Zickzackfalz werden mindestens zwei Teile des Falzbogens in wechselnden Richtungen gefalzt (im “Zickzack”").
Parallelmittelfalz / Doppelparallelfalz (e)
Beim Parallelmittenfalz wird der Bogen immer in der Mitte in der gleichen Richtung gefalzt (quer- oder hochformatig).
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